Goodbye KK
2:41 AM Saturday, February 27, 2010
BORNEO - CHINA - JAPAN
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Posted in by Raph | 5 Kommentare



Eines der spektkulärsten Naturschauspiele das ich je erlebt habe ist die Geräuschkulisse vor dem Eindunkeln. Es muss eine Art Insekt sein, die den ganzen Wald mit sirenenartigen Lauten erfüllt. Hundertfach, von allen Seiten, ein irrwitziges Konzert. Ganz anderst präsentiert sich derselbe Wald am morgen, da übernehmen die Vögel das Zepter und pfeifen um die Wette. In einem kleinen Video habe ich die Geräusche morgens, mittags und abends probiert aufzunehmen, damit ihr einen, zwar denkbar bescheidenen, Eindruck bekommt. Der erste und der letzte Teil (Morgen, Abend) sind an derselben Stelle aufgenommen, es hört sich jedoch an wie auf einem anderen Kontinent. Beim mittleren Teil (Mittags) war ich auf meiner Wanderung und habe als representatives Geräusch eine Affenbande aufgenommen. Also, Lautsprecher ein oder Kopfhörer auf, und reinhören.Posted in by Raph | 2 Kommentare
Und wieder einmal in einem Restoran, diesmal in Lahad Datu. Es ist einfach immer wieder sehr witzig, wenn man irgendwo ankommt, wo nicht viele Touristen hinkommen. Man wird von einem ganzen Chor von Serviceleuten begrüsst, die einem alle zum nächstbesten verweisen, der angeblich Englisch kann, und alle lächeln sie um die Wette. Schlussendlich wirds dann halt Nasi Ayam, weil dass das einzige ist was sie verstehen. Die Leute servieren einem dann ganz nervös, probieren alles richtig zu machen, und werfen einem mehr oder weniger neugierig-verstohlene Blicke zu. Und dann nimmt man seinen Computer hervor, und siehe da, das Restoran hat gratis wireless. Für dass Essen dann die läppischen 2 Franken (inkl Getränk und Tee), zur Hauptspeise meistens noch eine Bouillon oder sonst was kleines. Super!
Nun zum Thema, wieso bin ich den eigentlich in Lahut Datu? Ich habe mich vor zwei Wochen bei einem Wissenschaftlichen Zentrum (http://www.searrp.org/danum.cfm) mitten im primären Regenwald von Borneo angemeldet. Nach ein bisschen Papierkram und wissenschaftlichem blabla, wurde ich dann für 2 Tage als Look and See researcher eingeteilt (Ich wusste doch der Doktortitel war für etwas gut ). In einer Stunde werde ich hier abgeholt für eine 2h Fahrt über Stock und Stein mitten in den richtigen, unberührten Urwald.
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habe ich noch nie gesehen. Die Korallen wuchern um die Wette, links schwimmt eine Schildkröte vorbei, rechts tummelt ein Riffhai vor sich hin, eine Schule Barakudas schwimmt vorbei. Der erste Tauchgang geht an einem senkrecht abfallenden Riff vorbei, auf der
offenen Seite des Meeres schwimmen Thunfische und Haie vorbei. Auf der anderen Seite das Gefühl man wird an einem riesigen Aquarium vorbeigeführt, oder, da die Strömung perfektes Tempo hat, das Aquarium wird an einem vorbeigeführt. Im zweiten Tauchgang dann ein

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Camp im Dschungel, 3 Nächte und 4 Tage
Das Dschungelcamp bestand aus Holzhäusern ohne Türen, und Stege verband die Häuser. Das Essen war exzellent und die Guides waren extrem freundlich und haben meistens die ganze Nacht Lieder gesungen und durchgefeiert. Das Motto im Dschungel hiess: You shy, you die, und dementsprechend war die ganze Atmosphäre sehr locker. Trotz allem war alles gut durchorganisiert und alles lief reibungsfrei. Ich war in einer sehr netten Gruppe unterwegs, mit Paddy aus Irland und Pete aus England mit seiner russischen Frau. Pete, ein Rentner, hatte tonneweise Travellerstories auf Lager, da er eigentlich (neben Uni Professor in Biologie) während seines ganzen Lebens die Welt bereist hat und die Länder, in denen er nicht war, an seinen Händen abzählen konnte.
Die Holzhäuser waren ohne Türen, d.h. die Ratten und freche Makakken schlichen sich nachts teilweise bis vor die Matraze, die mit einem Moskitonetz versehen war. Der gesamte Flusslauf ist vor 3 Wochen überflutet worden und deshalb war die gesamte Uferzone mit Schlamm bedeckt. Für alle Fotospezialisten, was ich hier zeige ist nur eine Dokumentation, und leider all zu oft technisch nicht zufriedenstellend. Ich habe feststellen müssen dass mein Objektiv für Wildtierfotografie alles andere als Ideal ist, viel zu Lichtschwach und der Zoom ist auch nicht ausreichend und des öfteren musste ich mit höchsten Isowerten arbeiten, um überhaupt irgendwas festhalten zu können.
Als erstes zu erwähnen, und tatsächlich ein Erlebniss das ich nicht so schnell vergessen werde, ist die Begegnung mit einem wilden Orang Utan (1). Dabei muss ich erwähnen, das der Fluss an dem das Camp gelegen ist, ein ziemlich schmaler Korridor zwischen mehreren Naturreservaten bildet, und deshalb die Chance, Widltiere zu beobachten besonders hoch ist.
Ein nicht weniger eindrückliches Erlebniss ist das beobachten von Gibbons (2), die sich schwindelerregend hoch in den Bäumen mit ihren langen Armen von Ast zu Ast hangeln.Des öfteren kann man ziemlich oft den nur in Borneo vorkommenden Proboscis Affen (3) beobachten, der dank seiner Grossen Nase (wird von den Einheimischen „The Dutchman“ genannt) und den grunzenden Geräuschen gut zu erkennen ist. Er zieht besonders Abends in
Gruppen von 10-20 Tieren am Fluss entlang, und demonstriert seine zielsicherheit mit gewagten Sprünge von Baum zu Baum.Des weiteren kann man den Silver leaf monkey und insbesondere hunderte von longtail (4) und pig-tail Makkaken beobachten. Diese Makakken Familien (30-40 Tiere) scheinen ein ziemlich sorgenfreies
Leben zu führen und die Jungen toben Abends am Flussufer herum während die älteren Affen die Umgebung nach Feinden und Futter absuchen. Eine weitere sehr spezielle Begegnung war die mit einer Ottersippe (5) (20-25 Tiere), die sich früh morgens (6.30) am Flussufer ausruhte, bis wir mit unserem Boot vorbeifuhren. Danach trotteten sie in Richtung Wald, jedoch nicht ohne vorher ein paarmal neugierig zurück zu schauen. Desweiteren sah man ab und zu ein Wildschwein(6) im Wald verschwinden, und auf einem Tagesausflug haben wir Elefantendung am Wegrand entdeckt. Nachts konnte man Leopardenkatzen und Malaysische Civets (7) auf Futtersuche beobachten und tagsüber unzählige Eichhörnchen. Zweimal habe ich das kleinste Eichhörnchen (small pigmy squirrel, ungefähr 4-5 cm, und verdammt schnell) von Borneo gesehen, dessen Foto ich euch aber nicht antun kann.
Am prominentesten und eindrücklichsten waren die Orinetal pied Hornbills (8), die mit ihren mächtigen Schnäbeln auf den Baumwipfeln am Flussufer sassen. Es gab auch mehrere Arten von Adlern, der Crested Serpent eagle (9), den man beim Eidechsen und Warane jagen sah, Jordanadler mit einer Haube und Fischadler. Auf den Aesten über dem Fluss sah man die scheuen Stork-billed kingfisher,
den Common Kingfisher (10) und Black-backed Kingfisher (11). Letzteren sahen wir auch einmal auf einer Nachttour, wie er steif wie ein Plastikvogel auf dem Ast sass, und sich in keinster Weise von uns im Schlaf stören liess, oder stören lassen konnte? Des Nachts konnte man Eulen und Uhu’s in den Büschen sehen, die aber eher schwer zu fotografieren waren.
Das ganze Flussufer war mit Seidenreiher übersäht, die jeweils schon bei reichlicher Distanz aufflogen. Zudem konnte man noch mindestens 3 andere Arten von Reiher sehen, die ich aber nicht bestimmt habe.
Im Schlamm am Fluss beobachtete man in regelmässigen Abständen den monitor lizard (12), der eine lange von bis zu 3m erreichen kann, sehen. Ein bisschen weiter unten oder manchmal im Wasser, lauerten Krokodile (13) auf Affen, die den Fluss überqueren wollten, im Bild ein junges Exemplar. Auf der Nachtwanderung
konnten wir Baumfrösche (14) entdecken.



Alles in allem hatte ich während diesen 3 Tagen die Möglichkeit, soviele Spezies wie noch nie auf einem ziemlich kleinen Fleck zu beobachten. Dies besonders dank unglaublich guten Guides, die einen Affen bei voller Fahrt in einem Baum endecken konnte. Ich würde nicht sagen dass ich ein schlechter Tier-spotter bin, aber ich habe am zweiten Tag aufgegeben, irgend etwas vor unseren Guides zu entdecken. Es ist jedoch auch eine Wahrheit, dass diese prächtige Biodiversität schon bald ein Ende haben wird. Ich möchte doch noch einmal ein Wort über die Palmplantagen verlieren. Diese reichen teilweise bis an den Fluss, und auf der Fahrt zum lächerlich kleinen Naturreservat, dass von Plantagen eingekreist ist, konnte ich ein paar Fotos schiessen um euch das Ausmass der Katastrophe zu verdeutlichen. Dies soll kein Vorwurf an die Bevölkerung sein, die damit ihr Geld verdienen. Einfach schade.
Posted in by Raph | 4 Kommentare
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