Mt.Kinabalu Park

5:06 AM Wednesday, February 17, 2010

Da sitze ich nun auf einer Bank vor dem Tropischen Garten der Pouring hot springs, dass einzige hier was billig ist, 3 Ringgits, und dass einzige was überhaupt billig ist seit gestern, aber dazu später mehr. Es gibt nur einen Haken dabei, der Ticketverkäufer warnt mich mit einem lächeln, dass sich die 3 Ringgits nicht lohnen: „is only wild chicken in there, no flower“. Immerhin ist hier keine Hektik, nicht so wie 500m und 3 Kurven weiter unten, wo sich hunderte japanische Touristen zum Eingang der heissen Quellen drängen.

Gestern bin ich von Uncle Tan’s zum Mt.Kinabalu Park gefahren in der Hoffnung, dass mein Fuss sich wieder erholt und ich den Mt.Kinabalu besteigen kann. Als ich da ankam erstmal ein Schock, hunderte von Autos und Touristen, Lärm, und vorallem alles sehr teuer. Die Unterkunft im Massenschlag 3x so teuer wie anderstwo (nach Nachhacken wegen der Diskrepanz im Lonely planet, ja, sie haben seit letztem, Jahr 200% aufgeschlagen), das Essen 10x so teuer wie anderstwo. Da ich schon ziemlich spät dran war habe ich trotzdem ein Zimmer im Massenschlag genommen, habe mich aber von den Park-Restaurants ferngehalten. Der Park selber sieht extrem schön aus, und am Abend vor meinem Zimmer habe ich dann dutzende von Insekten beobachten können, jedes einzelne anderst; Käfer, Nachtfalter, Zikaden ...
Der krönende Abschluss dann ein monströser Nachtfalter, der meine Hand klein aussehen lässt, zweites Bild. Heute morgen dann sah mein Fuss nicht besser aus, und nach einem 5km Trail war er wieder aufgerissen, sodass ich froh war dass ich auf den Berg verzichtet habe, so verlockend wie er auch ausschaut. Ich musste dann ganz schnell weg von diesem Trubel, und habe mich nach 3 vorbeigefahrenen Bussen von einem lokalen Taxifahrer überreden lassen, mit ihm nach „Poring hot springs“ zu fahren.

Als ich da ankahm hatte ich das Glück eine Rafflesia blühend zu sehen. Dieser Parasit produziert die grösste Blüte der Welt. Sie blüht aber eher selten, sodass man schon Glück haben muss um eine zu sehen. Die "locals" machen dann auch ein business daraus und schreiben schon 20 km vorher an, ob eine Rafflesia bei ihnen im Garten blüht. Diese kleine Investition ist aber durchaus lohnend, wenn man die Blüte in Relation zu mir im Vordergrund sieht, das Ding hat etwa die Ausmasse von einem Autoreifen.

Nachdem ich dann vor dem Tropical garden eingedöst bin, ging in sintflutartiger Regenschauer nieder, der mich unters Dach zwang. Es war als ob jemand eine flächendeckende Dusche angestellt hätte. Am nächsten morgen gönnte ich mir dann ein Bad in den heissen Quellen und fuhr danach mit dem Bus 8h nach Semporia.

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