Gestern, nach Ankunft in Peking wünderschönstes Frühlingswetter und heute kalt und bewölkt, so schnell geht es in der Hauptstadt, die nahe der mongolischen Steppe liegt. Deswegen machte ich mich erst gegen Mittag auf, um wenigstens ein bisschen was von den hundertundeins Sehenswürdigkeiten von Peking zu bewundern. Für die verbotene Stadt war es schon zu spät, deswegen ging ich Richtung Himmelstempel südlich des Tiannamen Platzes. Peking ist auf Hochglanz poliert, und wenn man sich, so wie ich, an Chinesen um sich herum gewöhnt hat, befindet man sich in einer absolut Top organisierten und modernen allerwelts Megastadt wieder, in der alles wie geschmiert läuft und kein Zigaretenstummel auf dem Boden liegt. Die U-bahnfahrt lädt mit Aufzugsmusik, Filmen an den Tunnelwänden (so wie am Flughafen Kloten)und einer höflichen englisch-chinesischen Ansagerin zum relaxen ein. Ich glaube Peking ist designt, um In und Ausländer zu beeindrucken, und das gelingt. Leider geht mit fortschreitender Modernisierung der Charakter ein bisschen verloren, trotzdem gibt es immer noch eine Unmenge an Street-food aus allen Ecken von China, was mir sehr entgegen kommt ;-). Der Tempel des Himmels gilt als Krönung des schöpferischen Ausdrucks der Ming-Zeit, wurde 1420 abgeschlossen und bildete 5 Jahrhunderte lang der Mittelpunkt für kaiserliche Zeremonien. Es ist eine weitläufige und schön angelegter Park mit einer breiten, zentralen und erhöhten Strasse auf der sich alle drei Tempelanlagen befinden. Als alter Schweizer musste ich mir natürlich auch das Nationalstadion (Vogelnest), dass vom chinesischen Staat für die olympischen Spiele 2008 erbaut und von den Architekten Herzog & de Meuron designed wurde. Ein sehr beeindruckendes Stück Architektur, dass hoffentlich auch ein paar Jahrhunderte überstehen wird. Zum Abendessen habe ich mir aus versehen tausendjahrige Eier bestellt, da sie auf dem Bild wie Salat ausgeschaut haben, sie schmeckten aber gar nicht so schlecht, ungefähr wie französischer Schimmelkäse.







4 Kommentare:

  1. Toll die Bilder der alten und neuen Architektur. Die Kombination sieht richtig genial aus.
    Die scheinen seit der Olympiade ja mächtig was für die Touristen zu tun, in Peking

    @ Noemi: ja stimmt, habe ich im Moment vergessen, ich habe ja auch einen Bezugspunkt, Amra, in der Mongolei, deshalb habe ich die Hoffnung noch nicht aufgegeben.

    Unknown

  2. ups jetzt ist mein Beitrag doppelt, ich weiss nicht wie löschen.
    Raphael ich habe mich geirrt, natürlich waren wir auch am Himmelstempel, jetzt wo ich die Bilder sehe erinnere ich mich. Nur der Namen war mir nicht gleich präsent

    Unknown

  3. Nach Peking ziehts mich nicht, grosse Städte mag ich nicht so (da kann Nikola ein Lied davon singen). Aber die Architektur ist zugegebenermassen schön und das Werk unserer Landleute erfüllt einem ja doch ein bisschen mit stolz ;-)
    Wie ist's mit Smog?

    @Mami: Ist mir auch schon passiert mit dem doppelten Eintrag. Du kannst auf den Papierkorb unten an Deinem Kommentar klicken und dann ist's weg. Dann kommt aber "Eintrag vom Autor gelöscht" - das sieht dann auch irgendwie doof aus ...

    Noemi

  4. Städte sind super, da wird man vorallem Gaumenmässig voll bedient. Smog habe ich keinen gesehen bis jetzt, sie haben für Olympia viele Grünflächen gemacht, Fabriken geschlossen, europäischer Standart für Autos (Katalysatoren) eingeführt, usw. Am ersten Tag war wunderschönes Wetter mit Stahlblauem Himmel, aber seit gestern leider neblig.

    Mami, ich habe deinen Eintrag gelöscht, hehe!

    Raph

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