Shenzhen

7:25 AM Wednesday, March 3, 2010

Der erste Eindruck von China. Nachdem ich per Laserpistole an der Stirn die Influenza Kontrolle passiert habe, wurde ich durch ein Schleusensystem durch die Passkontrolle geschleust, in Richtung Grenzstadt Shenzhen. Shenzhen wurde 1979 gegründet, als Kapitalismus Experimentierstadt (nähe zu Hong Kong), und hat heute 14 millionen Einwohner. Die nette Dame wollte wissen, wann mein Passfoto gemacht wurde, da es mir scheinbar überhaupt nicht ähnlich sieht, und hat mich gefragt ob das wirklich mein Pass ist. Als ich zurückgefragt habe ob ich den so schnell gealtert sei, hat sie peinlich berührt schüchtern gelächelt, gemeint, no sir, of course not und hat mich passieren lassen. Die ersten Schritte in China, ich verstand, oder eben nicht, nur chinesisch. Nichts, aber auch gar nichts war in englisch angecschrieben. Zwei deutsche Mädels haben sich neben mir bei einem Polzisten nach dem Bus nach Yangshuo erkundigt. Sie sahen mich und fragten wo ich den hin will, und da dass ungefähr die Richtung war in die ich auch wollte, habe ich mich ihnen angehängt. Bus Ticket gekauft, zu teuer, wie später rausgefunden, der Polizist steckt da wohl mit drin. Wir hatten noch den ganzen Nachmittag Zeit, also haben wir ein bisschen die Stadt erkundigt, und sind mit der U-bahn in einen weitläufigen Park gefahren. Im Park alles sehr schön angelegt, weite Rasenflächen, und Chinesen die offensichtlich ihr liebstes Hobby aussübten, Drachensteigen. Dabei geht es scheinbar darum, einen Riesendrachen (2.5-3m Spannweite) so hoch wie möglich steigen zu lassen, kein Kinderspielzeug.
Meine Schätzung ist 800-1000m, aber seht selbst auf dem Bild. Der Park bot auch noch einen Aussichtspunkt, von dem man die Skyline dieser jungen Stadt bewundern konnte. Einen kurzen Eindruck der Stadt: Von dem was ich gesehen habe, Bahnhof, U-bahn und Park, kann ich sagen ich habe noch nie sowas sauberes und gut organisiertes gesehen wie das. Die haben das komplett im Griff. Auch wenn man keine Chinesischen Zeichen versteht, kann man ohne Probleme per Touchscreen auf die gewünschte Station auf der U-bahnkarte tippen um ein Ticket zu lösen. In der U-bahn dann hunderte von Warnhinweisen, und eine Leuchttafel, wiederum mit dem U-bahnnetz, und wo sich der Zug gerade aufhält. Nach dem Park gings ab zum „Reisebüro“, in welchem wir die Tickets gekauft haben. Nach langem warten haben sie uns zum Busbahnhof geführt, wo unser Bus, wie sich herausgestellt hat, nicht war. Der Typ, der uns um 10 Franken geprellt hat, riess uns dann noch die Tickets aus der Hand und war allgemein ziemlich aggressiv.
Kurzum, ich war froh nicht allein zu sein. Es gab aber immer wieder Chinesen, die ein paar Brocken englisch sprachen und uns mit Händen und Füssen helfen wollten. Wir wurden dann in ein Taxi verfrachtet, und mein Vertrauen sank auf null. Die wilde Taxifahrt durch Shenzhen mussten wir dann aber nicht bezahlen, und zum Glück waren noch zwei Einheimische Mitreisenden dabei die uns versicherten, das alles in Ordnung sei. Jetzt sitze ich also in einem Ausserstädtischen Busterminal, und warte auf meinen Nachtbus.

2 Kommentare:

  1. Na dann hast du deine ersten Erfahrungen in China bereits gemacht, und wie mir scheint auch schon ein paar wichtige Dinge gelernt, hihi.
    Ja ich wünsche dir auf jeden Fall weiterhin viel Spass.
    Ich gratuliere dir noch nachträglich zu deinem super Kauf deines Objektives, die Bilder sehen schon mal viel versprechend aus. Ich freue mich immer auf deine Fortsetzungsgeschichte

    Unknown

  2. I like the play between the skyscrapers in the background and the cement terrace railings in the foreground - nice shot 2!

    Lilli

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