Nara ist eine Zugstunde von Kyoto weg und die erste Hauptstadt eines vereinten Japans, und heute stolze Wiege von nicht weniger als acht Unesco Welterbestätten. Eine davon ist der Todai-ji, das mit 52m grösste Holzgebäude der Welt (siehe Bild, vergleiche mit davorstehenden Menschen), dass, Kunststück, zugleich den grössten „umschlossenen“ Buddha der Welt beherbergt. Der Tag in Nara war ziemlich regnerisch und frisch, sowie die darauffolgenden Tage die ich mit schlendern, ausruhen und shoppen in Kyoto verbracht habe.
Ich habe seit gestern meinen 2 wöchigen Japan Railpass eingelöst, dass heisst ich kann das ganze Liniennetz in Japan, inklusive Bullet train (High-Speed Shinkansen Züge) frei benuzten. Dies ist keinesfalls gleichzusetzten mit zum Beispiel dem GA in der Schweiz. Die Distanzen sind hier viel grösser, und die Reisekomfortabilität und Geschwindigkeit sowie die ganze Zuginfrastruktur sind hier auf einem anderen Level als in der Schweiz. Es fühlt sich mehr wie ein GA für Flugzeuge an. Man geht an den Bahnhof zum Ticketschalter, zückt seinen Railpass und bekommt einen Reservierten Sitzplatz in einem High-Tech Zug. Die Wartezeiten sind immer unter einer Stunde. Zum Beispiel fährt alle 10 Minuten ein Bullet Train die schon erwähnten 470 km von Toyko nach Kyoto, und ziemlich alle Plätze sind jeweils besetzt. Übrigens noch ein kleines Detail zur schon erwähnten Höflichkeit. Jeder Schaffner der ein Abteil durchläuft, verbeugt sich gegen die Leute wenn er das Abteil verlässt, und ebenfalls bevor er jeweils ein Ticket kontrolliert. Und noch was, den Japan Railpass kann man nur im Ausland kaufen (ich habe meinen in Shanghai besorgt), nicht jedoch in Japan selber, und man kann ihn nur mit einem Touristenvisa im Pass benutzten, dass heisst kein Japaner wird je einen Railpass besitzen. Solche Details lässt einem über die Japaner den Kopf schütteln. Wollen sie jetzt Touristen oder nicht? Wollen sie jetzt einen Railpass verkaufen oder nicht?





PS: Was malt der Maler?