Shimabara Stadt bietet dem Besucher, ausser dem Fährenanschluss von der Shimabara Halbinsel nach Kumamoto aufs Festland, ein schmuckes Castle mit einer imposanten Mauer und einem liegenden Buddha inmitten eines schönen Friedhofs. Ausserdem steht ungefähr fünf Kilometer neben der Stadt der 1990 entstandene, und demnach jüngste Berg Japans, der rauchende Lavadom Mt. Heisei Shinzan. Dieser schaut ziemlich furchterregend drein und ist ein Nebenläufer des Hauptvulkans und Ursprung der Halbinsel, Mt. Unzen. Unzen klingt wie Onsen, hat aber nichts damit zu tun, hilft mir aber für den Übergang zu meinem Tagesausflug. Dieser führte mich nach Unzen, ein Dorf, gespickt mit Onsen (verwirrt? - ich auch). Wenn man in Unzen ankommt, wird man von sulphurstinkenden Dampfschwaden empfangen. Das ganze Dorf ist auf und um die Wasserdampfspeienden Quellen gebaut. Zur Zeit der Christenverfolgung wurden ebendiese in die zischenden, Geysirartigen Gewässer geworfen, heute sind es nur noch rohe Eier. Zwei davon, natürlich nach dem Garprozess, habe ich mir genehmigt. Übrigens begegnete ich bei den heissen Quellen einem Reisebus voll Chinesen, und ich bin ziemlich über die schreiende, rülpsende und herumrennende Horde erschrocken. Wie unangenehm muss das erst den Ruhe und Etiketten liebenden Japanern vorkommen, die die Chinesen sowieso nicht besonders mögen? Das Wetter ist seit drei Tagen bewölkt, die Temperaturen sind aber sehr angenehm, sodass man in einem Pulli rumlaufen kann ohne zu schwitzen oder frieren. Gegen Abend machte ich gings mit der Fähre zum gegenüberliegenden Kumamoto.




Dein heutiger Bericht vermittelt wieder mehr Leichtigkeit und Freude. Nagasaki hat selbst auf die grosse Entfernung bedrückend und erschreckend gewirkt.
Wunderschöne Iris, sind die wild oder kultiviert?
Die dampfenden Onsen stinken ein bisschen bis nach Gersau-hihi.
Geniales Bild vom Bussard, ist es überhaupt einer?
Unknown April 23, 2010 at 12:45 AM
Ja, mir gings auch so - beim Bericht über Nagasaki ist es mir auch kalt den Rücken hinuntergelaufen ...
Lustig das mit den Eiern oder? In Malaysia gabs mal an solchen heissen Quellen ein Piktogramm-Verbotschild, das deutlich machte, dass man in der Quelle keine Eier kochen darf. Ich habe mich sehr darüber gewundert - jetzt ist klar: das Verbot ist wegen den japanischen Touristen :-)
Noemi April 23, 2010 at 4:39 AM