Kyoto

6:19 PM Saturday, April 10, 2010

Mit dem Shinkansen (High-speed Zug) gings in 2.15 h (inkl 4 Stopps) die 470 km von Tokyo nach Kyoto. Der Zug ist mit allen Annehmlichkeiten ausgestattet, man hat einen grossen Sitz und viel Beinfreiheit, so macht Reisen Spass. Kyoto ist die Stadt der Tempel und Schreine, es gibt 2000 davon, und viele sind von wunderschönen Gärten umgeben. Die Kirschblüten sind an den meisten Orten schon über dem Zenit, zum Glück gibt es aber verschiedene Sorten, sodass man hie und da wieder Bäume in voller Blüte, umgeben von einer Traube Japaner findet. Vor einem der Tempel wollte ich ein Bild machen, und entdeckte so zufällig, das die Menschenscheue und Introvertiertheit dieser Leute schlagartig ins Gegenteil umschlagen kann, sobald die sie in einer Gruppe auftreten. Es kam eine grosse Gruppe von weiblichen Schüler angelaufen, und als diese sahen, dass ich ein Bild in ihre Richtung (Tempel) machte, fingen ein paar sofort an mit Victory Zeichen zu posen, und es rannten kreischend und schreiend noch mehr dazu. Sie machten einen riesen Lärm, lachten und zogen die Blicke aller Leute auf sich, ein ziemlich lustiger Moment. Als ich eine weitere Gruppe sah, zückte ich meinen Fotoapparat, hielt sie in ihre Richtung, und die Reaktion war genau dieselbe. Übrigens hat der Lehrer nur gelacht. Am Abend dann besuchte ich einer der vielen Gamesalons. Von aussen sehen diese ziemlich harmlos aus, von innen bietet sich ein total anderes Bild. Total durchgeknallte Japaner hüpfen auf Geräten rum (Video), spielen Gitarre oder Schlagzeug, oder hämmern wie verrückt auf Knöpfen rum. Aber alle sind sie Profis in was sie tun. Die Tänzer zum Beispiel wärmen sich vorher auf und dehnen sich, ehe sie auf das Gerät steigen, nur um die ersten drei Runden ohne Fehler zu überstehen. In Kyoto gibt es auch einen Hügel wo man, naja, sagen wir mal wilde, japanische Affen beobachten kann.











6 Kommentare:

  1. Mmmh! Sushi!! Und das Bild mit den Mädchen ist ja wirklich zum Schreien :-), genau wie auch die Jungs im Gamesalon - furchtbare Atmospäre mit dieser lauten Musik und den Blinklichtern, brrr. Als was hast Du Dich denn versucht? Auch als Tänzer?? Hihi

    Noemi

  2. Übrigens - für das, dass das die Stadt der Tempel und Schreine ist, hat es ein bisschen wenig Tempel und Schreine auf den Bildern ... hast Du die schon satt?

    Noemi

  3. ja, ehrlichgesagt krieg ich langsam pickel von Tempel und Schreinen, es gibt unzählige davon, und man muss irgendwie genau einen gesehen haben. Dann kommt noch dazu, dass diese ziemlich schwierig sind, wirklich gut zu fotografieren, da sie immer ziemlich dunkel vor dem hellen Himmel stehen, ein Problem, dass ich schon in China hatte.

    Raph

  4. Fantastisch diese Blüten und erst noch mit einem hübschen Vogel drauf. Ist das eine Chinesische Nachtigal?
    Lecker die Sushis da möchte man am Liebsten mitessen.
    Wie immer lese und geniesse ich deine Blogeintragungen.
    Das hätte ich den steifen Japanern auch nicht zugetraut, dass sie so aus sich raus kommen--hihi

    Unknown

  5. weiss nicht was das für ein Vogel war, ein sehr kleiner, der sich vom Nektar der Blüten ernährt hat...

    Raph

  6. Diese Vögel haben wir in Neuseeland auch gesehen. Dort heissen sie Waxeye - wohl wegen dem Ring um die Augen. Die sind supersüss und zwitschern vor allem so schön.
    http://en.wikipedia.org/wiki/Silvereye
    ob das allerdings genau die gleichen sind, weiss ich auch nicht.
    Dass Du von Tempeln Pickel bekommst versteh ich gut - mich wundert ja eher, wie lange Du's ausgehalten hast :-)

    Noemi

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